Wie Fokuno plant
Fokuno plant nach festen Regeln. Hier stehen sie ohne Fachsprache: woher Fokuno weiss, wann du Zeit hast, wohin ein Block kommt und was passiert, wenn du selbst etwas änderst.
Stand: 22. Oktober 2026, gilt für Fokuno 0.56.
Kurz gesagt
Alle fünf Minuten schaut Fokuno in deinen Kalender: Was steht schon drin, was ist erledigt, was fehlt noch? Daraus rechnet es einen Plan für die nächsten sechs Wochen und ändert im Kalender nur das, was davon abweicht. Zuerst kommen die Gewohnheiten, dann die Aufgaben, die am meisten drängen. Jede Aufgabe bekommt den frühesten Tag mit einer guten Stunde und an diesem Tag die beste. Was du selbst verschiebst oder löschst, bleibt so.
Was Fokuno von dir wissen muss
Fokuno plant nur mit dem, was du ihm sagst. Bei der Einrichtung sind das vier Dinge, die du später jederzeit ändern kannst.
- Wann du arbeitest. Pro Wochentag ein Zeitfenster. Die Vorgabe passt zur Schule: Montag bis Freitag 16:30 bis 21:30, am Wochenende 9:00 bis 18:00. Nur in diesen Fenstern legt Fokuno Blöcke. Tage ohne Fenster und Ruhetage bleiben leer.
- Wie viel am Tag. Höchstens drei Stunden Kopfarbeit pro Tag, Aufgaben und Gewohnheiten zusammen. Mehr wird nicht geplant, auch wenn Platz wäre.
- Deine Aufgaben. Was zu tun ist, wie lange es ungefähr dauert und bis wann. Optional: ab wann frühestens, wie wichtig, und ob es Lernen für eine Prüfung ist.
- Welche Kalender Zeit belegen. Pro Google-Kalender entscheidest du, ob seine Termine als besetzt gelten. Ein Kalender mit Geburtstagen soll nichts blockieren, dein Stundenplan schon.
Um jeden Termin lässt Fokuno 15 Minuten Luft, damit du nicht von der Busfahrt direkt in den nächsten Block fällst. Und die nächste Stunde rührt es nie an: Was gleich beginnt, bleibt, wie es ist.
Wohin ein Block kommt
Nicht jede Stunde eignet sich gleich gut zum Denken. Fokuno bewertet jede Stunde des Tages mit einer Tageskurve: früh am Morgen und am Vormittag am besten, nach dem Mittag eine Delle, am späten Nachmittag ein kleineres Hoch, spät am Abend schwach. Ab der Hälfte der Skala gilt eine Stunde als gut.
Dann geht Fokuno die Tage der Reihe nach durch, ab heute. Der erste Tag, an dem es überhaupt eine gute Stunde gibt, gewinnt. An diesem Tag nimmt es die beste freie Stunde. So landet Arbeit früh in der Woche, aber nicht um 21 Uhr, nur weil dort zufällig die erste Lücke ist.
Die Kurve passt sich dir an. Sobald du 20 Fokus-Blöcke gemacht hast, weiss Fokuno, zu welchen Stunden du wirklich anfängst und zu welchen du Blöcke eher überspringst. Das fliesst zu gut einem Drittel in die Bewertung ein. Wer abends am besten denkt, bekommt die Blöcke mit der Zeit also abends.
Blöcke dauern 30 bis 90 Minuten, wenn du nichts anderes einstellst. Ist am Morgen nur Platz für 75 statt 90 Minuten, plant Fokuno trotzdem dort und legt den Rest an einen anderen Tag. Die gute Stunde zählt mehr als die volle Länge. Winzige Reste gibt es dabei nicht: Bliebe nach einem Block weniger als die Mindestlänge übrig, teilt Fokuno lieber anders auf, etwa 60 und 30 Minuten statt 75 und 15.
Wer zuerst einen Platz bekommt
Wer zuerst kommt, bekommt die guten Stunden. Deshalb ist die Reihenfolge selbst eine Regel.
- Gewohnheiten. Sie sind kurz und an Tage oder Tageszeiten gebunden. Kämen sie nach den Aufgaben, wären die drei Stunden schon verbraucht und das Lesen fiele jede Woche aus.
- Aufgaben, nach Dringlichkeit. Dringlichkeit heisst hier: Wie viel Zeit fehlt noch, im Verhältnis zur Zeit bis zur Frist? Eine Aufgabe mit 3 Stunden Rest und Frist in 2 Tagen ist dringender als eine mit 5 Stunden Rest und Frist in 3 Wochen. Bei Gleichstand entscheidet die Wichtigkeit, dann das Alter der Aufgabe.
Pro Aufgabe gibt es normalerweise einen Block am Tag. Erst wenn die Frist drängt, plant Fokuno einen zweiten Block am selben Tag ein, und erst ganz zuletzt die schwächeren Randstunden.
Ein Beispiel
Es ist Montagmittag. Du trägst ein: «Bio Zusammenfassung, 3 Stunden, bis Donnerstag». Dein Fenster ist 16:30 bis 21:30, am Montag hast du bis 17:00 Training. Fokuno rechnet so:
- Montag: Nach dem Training plus 15 Minuten Luft ist ab 17:15 frei. 17:15 ist eine gute Stunde, also kommt dort der erste Block, 90 Minuten.
- Dienstag: der nächste Block mit den restlichen 90 Minuten, wieder zur besten freien Zeit am späten Nachmittag.
- Mittwoch und Donnerstag bleiben für diese Aufgabe frei. Fällt ein Block aus, ist dort noch Platz.
Lernen für Prüfungen
Markierst du eine Aufgabe als Prüfung, plant Fokuno anders. Das Lernen wird in kürzere Einheiten von 25 bis 45 Minuten geteilt und gleichmässig auf die Tage zwischen heute und dem Vortag der Prüfung verteilt. Die letzte Einheit liegt immer am Vortag.
Der Grund: Verteiltes Lernen gehört zu den wenigen Lerntechniken, deren Nutzen gut belegt ist. Eine grosse Übersicht über zehn Techniken bewertet nur zwei als sehr nützlich, verteiltes Lernen und sich selbst abfragen (Dunlosky u. a., 2013). Ein Block, der am Abend vor der Prüfung alles auf einmal will, gehört nicht dazu.
Die Lerntage hängen nur am Anfang, am Prüfungstag und an der Zahl der Einheiten. Sie wandern also nicht jeden Tag herum. Verpasst du einen Lerntag, sucht Fokuno für diese Einheit einen anderen Platz vor der Prüfung.
Gewohnheiten
Gewohnheiten gibt es in zwei Arten.
- Fest: genau zur Uhrzeit, an den Tagen, die du nennst. Ist die Zeit belegt, fällt die Gewohnheit an diesem Tag aus. Fokuno weicht nicht aus, denn die Uhrzeit hast du bewusst gewählt.
- Flexibel: zum Beispiel dreimal pro Woche 30 Minuten. Fokuno verteilt die Einheiten gleichmässig über die Woche, aus sieben Tagen und drei Einheiten werden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die erste Einheit sucht sich die beste Stunde, die weiteren kommen möglichst zur selben Tageszeit.
Du kannst eine Wunschzeit angeben (morgens, mittags, abends oder eine genaue Spanne) und bevorzugte Tage. Was du diese Woche schon gemacht hast, zählt mit. Und was in einer Woche nicht mehr hineinpasst, verfällt. Es entsteht kein Schuldenberg, der die nächste Woche verstopft.
Auch monatliche und jährliche Gewohnheiten gehen, etwa «am Monatsende die Finanzen». Verpasst du den Tag, holt Fokuno sie in den sechs Tagen danach nach.
Du hast das letzte Wort
Ein Plan, der sich unbemerkt umbaut, verliert schnell dein Vertrauen. Deshalb gilt: Was du selbst tust, fasst der Planer nicht mehr an.
| Du … | Fokuno versteht … |
|---|---|
| verschiebst einen Block im Kalender | Er bleibt genau dort. Fokuno plant um ihn herum. |
| löschst einen Block | An diesem Tag nicht. Die Arbeit kommt an einen anderen Tag. |
| hakst einen Block ab | Erledigt. Seine Zeit wird der Aufgabe gutgeschrieben. |
| lässt einen Block verstreichen, ohne etwas zu tun | Er bleibt offen stehen, bis du ihn abhakst oder löschst. Warst du mindestens 60 % der Zeit wirklich im Fokus, zählt er von selbst als gemacht. |
| ziehst eine Aufgabe von Hand in den Kalender | Dieser Block steht fest. Werden es dadurch zu viele, fallen die nächstgelegenen geplanten weg. |
| drückst im Ritual «Termin passt nicht» | Fokuno schlägt bis zu drei neue Zeiten vor: heute frühestens in 30 Minuten, morgen und übermorgen. |
Ein ruhiger Kalender
Jede Änderung im Kalender ist ein Eingriff in deinen Tag. Fokuno ändert deshalb so wenig wie möglich. Ein Block, der schon richtig liegt, wird nicht angefasst, auch wenn ein neuer Plan ihn eine Viertelstunde verschieben würde. Rutscht ein Block in den nächsten sieben Tagen auf einen anderen Tag oder um 30 Minuten oder mehr, zeigt Fokuno es dir, bis du es gesehen hast.
Der Planer würfelt nie. Mit denselben Aufgaben, Terminen und Einstellungen entsteht immer derselbe Plan. Das macht ihn vorhersehbar, und es macht ihn prüfbar: Jede Version von Fokuno muss dieselben Testfälle bestehen.
Wenn es eng wird
Passt eine Aufgabe nicht mehr vor die Frist, sagt Fokuno es dir, mit der Zahl der fehlenden Minuten. Dazu rechnet es aus, mit welcher späteren Frist alles hineinpassen würde. Dann entscheidest du: Frist verschieben, Dauer kürzen oder an einem Abend mehr freigeben.
Die Vorgaben auf einen Blick
| Was | Vorgabe |
|---|---|
| Arbeitszeiten | Mo–Fr 16:30–21:30, Sa–So 09:00–18:00 |
| Kopfarbeit pro Tag | höchstens 3 Stunden |
| Luft um Termine | 15 Minuten |
| Länge eines Blocks | 30–90 Minuten, für Prüfungen 25–45 Minuten |
| So weit plant Fokuno voraus | 6 Wochen |
| In Ruhe gelassen | die nächste Stunde |
| Fokuno schaut nach | alle 5 Minuten und gleich nach jeder Änderung |
| Lernt deine Zeiten ab | 20 Fokus-Blöcken, aus den letzten 120 Tagen |
Arbeitszeiten, Tagesgrenze und Blocklängen stellst du in Fokuno selbst ein.
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Fokuno ist in der Beta und gratis. Trag dich auf der Startseite ein, dann kommt die Einladung per Mail.